Gefäßzentrum

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Shuntanlagen

Bei chronischem oder akutem Nierenversagen ist zur Entgiftung des Körpers eine Dialyse (Blutwäsche) erforderlich. Bei einer langfristigen und regelmäßigen Dialyse empfehlen wir die Anlage eines „Arterio-Venösen Shunts“, einer direkten Verbindung zwischen Arterie und Vene, der die Blutwäsche erleichtert. Die Shuntanlage führen wir entweder unter lokaler Betäubung oder in einem ambulanten Eingriff durch. Nach 3 bis 4 Wochen ist der Shunt zur Dialyse einsatzbereit.

Bei einem akuten Nierenversagen legen wir operativ einen Demers-Katheter an, mit dessen Hilfe die Dialyse durchgeführt wird. Dabei handelt es sich um großvolumige, zentrale Venenkatheter, die nach Punktion einer Vene am Hals in die obere Hohlvene bis zum rechten Vorhof reichen. Diese Katheter dienen zur Überbrückung, bis ein Dialyseshunt eingesetzt werden kann. Die Anlage des Katheters erfolgt in Lokalanästhesie, unter Ultraschall- und Röntgenkontrolle. Die Ausleitung des Katheters erfolgt über eine weitere kleine Hautschnittstelle unterhalb des rechten Schlüsselbeins.

Komplikationen bei Shuntanlagen treten dank moderner Materialien und Ventile immer seltener auf. Wir behandeln eventuell auftretende Probleme und vermeiden bleibende Schäden. Die wichtigsten Komplikationen sind:
1. Verschluss: Eine Engstelle (Stenose) oder ein Verschluss des Shunt-Gefäßes führt zu einer Shunt-Fehlfunktion
2. Infektion: Eine Infektion des Shunts kann durch körpereigene Bakterien des Patienten entstehen und äußert sich durch ungewöhnliche Rötungen, Schmerzen oder Schwellungen im Shunt-Verlauf oder auch in Form von Wunden

Im persönlichen Gespräch klären wir die Patienten über weitere, mögliche Komplikationen auf und entscheiden gemeinsam über die geeignete Therapie.
Dr. Christiane Jochum
Dr. Christiane Jochum

Sekretariat:
Andrea Duchène
Tel.: 06898 / 55-2466
Fax : 06898 / 55-2088
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