Neurologie Püttlingen

Neurologie Püttlingen

Schlaganfall

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© Fotolia
Ein Schlaganfall ist eine Erkrankung, bei der plötzlich („wie ein Schlag“) verschieden starke Symptome am Körper auftreten, die sich auf eine Störung im Gehirn zurückführen lassen. Dabei kann ein Hirnteil von einer fehlenden Durchblutung - beispielsweise durch ein Gerinnsel - geschädigt werden, es kann aber auch ein Gefäß im Kopf zerreißen und so das Gehirn schädigen. Ein Schlaganfall verursacht häufig keine Schmerzen und wird deshalb oft unterschätzt. Wichtige Zeit zur Behandlung geht dadurch verloren!

Zur Informationsbroschüre "Schlaganfall - Time is brain (PDF)".

Warnsymptome

Bei einem Schlaganfall können verschiedene Symptome auftreten:

  • Plötzliche Störung der Sprache (undeutliches Sprechen, Worte werden nicht gefunden, Aufforderungen werden nicht mehr verstanden)
  • Plötzliche Störung des Sehens (Gesichtsfeldausfall nach einer Seite oder auf einem Auge)
  • Plötzliche Lähmung (z.B. ein Arm oder Bein kann nicht mehr mit voller Kraft bewegt werden)
  • Plötzliche Gefühlsstörung auf einer Körperseite (Taubheit, Kribbeln)
  • Plötzlich auftretende, ungewohnt heftige Kopfschmerzen

Was ist zu tun?
  • Wählen Sie sofort die Notrufnummer (112 oder 19222 ) und schildern Sie Ihre Symptome!
  • Lassen Sie keine Zeit verstreichen! Ein Schlaganfall ist immer ein medizinischer Notfall!


© Fotolia

Notaufnahme

Der Rettungswagen bringt die Patienten in unsere Notaufnahme, in der eine erste Versorgung stattfindet. Wir befragen dort unsere Patienten nach Symptomen, eventuellen Vorerkrankungen und eingenommenen Medikamenten. Anschließend führen wir eine körperliche Untersuchung durch. Danach legen wir eine Venenkanüle und entnehmen Blut für die Labordiagnostik.


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Marion Gauer

Daran schließen sich erste Untersuchungen im CT (Computertomogramm, mit dessen Hilfe das Gehirn in verschiedenen Schichten dargestellt wird) und mit Ultraschall an, mit dessen Hilfe wir die Blutgefäße genauer betrachten. Danach entscheiden wir, ob der Patient auf der Intensivstation, der Stroke Unit oder auf einer Pflegestation aufgenommen wird.

Diagnostik

Damit wir einen Schlaganfall diagnostizieren können, benötigen wir exakte Schichtbildaufnahmen des Gehirns. Die Abklärung erfolgt entweder durch eine Röntgenuntersuchung (Computertomogramm) oder eine Magnetfelduntersuchung (Kernspintomografie). Mit beiden Methoden wird das Hirngewebe untersucht und festgestellt, ob eine Mangeldurchblutung oder eine Hirnblutung vorliegt, die jeweils unterschiedlich zu behandeln ist. 


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Sigrid Schichtel,
Leiterin Funktionsabteilung

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Margarete Issa, Schlafdiagnostik


Mit der Doppler- und Duplexsonografie können wir mit Hilfe des Ultraschalls die Durchblutung der Hals- und Hirngefäße beurteilen. Wir erkennen dabei Engstellen oder Kalkablagerungen, die Ausgangspunkt eines Schlaganfalles sein können.

Stroke Unit

Das englische Wort „stroke“ bezeichnet einen Schlaganfall. In einer spezialisierten Einheit („unit“) unserer Neurologie überwachen wir kontinuierlich Schlaganfallpatienten, so dass jede Veränderung der Symptome frühzeitig zu erkennen ist. Gleichzeitig überwachen wir auch das Herz-Kreislauf-System mit einem Monitor, so dass Kreislaufstörungen oder Veränderungen des Herzrhythmus direkt entdeckt werden. Unsere Stroke Unit ist von der Deutschen Schlaganfall Gesellschaft geprüft und akkreditiert.


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Logopädische Behandlung



Gleichzeitig unterziehen wir uns regelmäßig einem Qualitätssicherungsverfahren der Universität Münster, mit dem wir die Qualität unserer Versorgung kontinuierlich überwachen.

Neurologische Frührehabilitation

Fallen bedingt durch einen Schlaganfall Körperfunktionen aus, müssen diese durch kontinuierliche Übungsverfahren wieder antrainiert und - soweit möglich - wiederhergestellt werden. Das sollte zum frühestmöglichen Zeitpunkt passieren, so dass keine Zeit verloren geht. Daher haben wir in unserer Neurologie eine eigene Station für Frührehabilitation eingerichtet, in der schwer betroffene Schlaganfallpatienten von einem Team aus Physio- und Ergotherapeuten sowie Logopäden behandelt werden.


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Therapeutisches Behandlungsteam

Hat sich der Gesamtzustand unseres Patienten deutlich verbessert, verlegen wir ihn in eine der bekannten regionalen Rehabilitationskliniken.

Eine Rehabilitation garantiert keinen Erfolg. Sollten nach einer entsprechenden Therapie wesentliche Körperfunktionen gestört sein, ist eine weitere Versorgung zu planen. Neben benötigten Hilfsmitteln kümmert sich unser Sozialdienst um die rechtlichen Fragen wie Pflegegeld, Hilfe von Sozialdiensten oder der Aufnahme in einer Pflegeeinrichtung.

Weitere Informationen finden Sie in unserem Flyer "Neurologische Früh-Reha" als PDF.

Dr. Jürgen Guldner
Dr. Jürgen Guldner

Sekretariat:
Petra Backes
Tel.: 06898 / 55-2311
Fax: 06898 / 55-2072
Kliniksuche mit dem Körperkompass
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