Innere Medizin

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Bluthochdruck

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Bluthochdruck (Hypertonie) ist eine weit verbreitete Erkrankung, bei der die Blutdruckwerte dauerhaft erhöht sind. Gelegentlich bemerken die Patienten Schwindel, Kopfschmerzen oder eine leichtere Erregbarkeit. Die Mehrzahl der Patienten hat keine Beschwerden. Erst wenn Folgeschäden auftreten, z.B. der lebensbedrohliche Herzinfarkt, Schlaganfall oder Organschäden an Nieren, Augen und Gefäßen, wird die Diagnose (oft zu spät) gestellt.

Daher sind regelmäßige Kontrollen des Blutdrucks dringend zu empfehlen bevor Probleme auftreten. Dazu sind Einzelmessungen, eine 24-h-Blutdruckmessung und ein Belastungs-EKG notwendig. Somit lassen sich auch nächtliche Blutdruck-Erhöhungen oder belastungsabhängige Blutdruck-Spitzen erkennen. Nur so können wir rechtzeitig eine medikamentöse Therapie beginnen. Darüber hinaus wirkt sich eine Änderung des Lebensstils (mehr Bewegung, gesunde Ernährung, Normgewicht und wenig Stress) günstig aus. In 90 bis 95 % der Fälle findet man keine Ursache für eine krankhafte Blutdruck-Erhöhung.

Nur bei 10 % finden sich ursächlich Engstellen an den Nierenarterien oder Hormonstörungen, die entsprechend behandelt werden können.

Behandlungsmöglichkeiten
Empfehlenswert zum Schutz vor Herz-/Kreislauferkrankungen ist eine mediterrane Kost mit reichlich Vollkornprodukten, Fisch, Geflügel, Obst, Gemüse und Olivenöl. Auch körperliche Inaktivität kann den Blutdruck erhöhen. Durch regelmäßige körperliche Belastung lässt sich der Wert eindeutig senken. Dazu geeignet sind Ausdauersportarten, wie schnelles Gehen (Walking oder auch Nordic Walking), Radfahren, Inlineskating usw. Besonders wichtig ist in diesem Zusammenhang die Reduktion von Kochsalz. In Deutschland werden ca. 9 g pro Tag Kochsalz konsumiert. Die von der Weltgesundheitsorganisation empfohlene Höchstmenge beträgt 5 g. Ca. 24 % des Kochsalzes nehmen wir über Brot auf, wobei deutsche Brote zwischen 1 und 1,5 g Kochsalz / 100 g Brot enthalten.

Medikamentöse Therapie
Es gibt zahlreiche Medikamente zur Behandlung des hohen Blutdrucks. Wie sich gezeigt hat, ist eine Kombinationstherapie aus verschiedenen Substanzen sinnvoller als eine Monotherapie. Dabei ist es möglich, die einzelnen Substanzen so zu dosieren, dass keine relevanten Nebenwirkungen auftreten. Meistens fühlen sich Patienten in den ersten Wochen ihrer Therapie oft schlechter als zuvor. Das hängt damit zusammen, dass sie von ihren krankhaft hohen Blutdruckwerten, an die sich der Organismus gewöhnt hat, in den Normalbereich kommen.
Dr. Matthias Maier
Dr. Matthias Maier

Sekretariat:
Andrea Löwen
Tel.: 06898 / 55-2264
Fax: 06898 / 55-2267
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