Wir sind auch (und gerade) in Pandemiezeiten für Sie da - ganz sicher!

  • Zögern sie nicht, bei medizinischen Problemen den (Not-)Arzt zu rufen (112)! Zum Beispiel bei Schlaganfall-Verdacht oder Herzproblemen. 
  • Durch ein konsequentes Hygiene- und Test-Konzept bieten wir bestmöglichen Schutz vor einer Corona-Infektion im Krankenhaus. Patienten mit Corona-Verdacht werden isoliert, um keine anderen Patienten anzustecken. Wir behandeln alle Patienten mit Schutzmaske. Auch für Patienten und Besucher gilt Maskenpflicht. 
  • Bei Corona-Verdacht rufen Sie bitte von zu Hause aus Ihren Arzt an oder die 116 117 oder nutzen Sie die neue Online-Selbstdiagnose der Berliner Charité. (Läuft nicht im Internet Explorer)
  • Patientenbesuche sind aus Infektionsschutzgründen derzeit nur in wenigen Ausnahmefällen möglich. Tipp: Nutzen Sie unseren neuen Grußkarten-Service!
  • Für weitere Informationen zur Corona-Pandemie haben wir Ihnen diese Sonderseite eingerichtet.<
Frauenklinik Püttlingen

Frauenklinik Püttlingen

Krebserkrankungen

Bei allen Krebserkrankungen, die wir behandeln, begleitet Sie unserer Breast Care Nurse Petra Lang, (eine auf Brustkrebserkrankungen spezialisierte Pflegekraft) durch die Therapie. Da sich viele Abläufe bei Brustkrebs und anderen Krebsarten gleichen, nutzen wir das spezialisierte Wissen unserer Breast Care Nurse, um Ihnen die oft langwierige Therapie zu erleichtern. Oft treten auch neue Aspekte im Leben auf, an die Sie als Betroffene vorher noch nicht einmal ansatzweise gedacht haben. Auch bei diesen Herausforderungen ist Petra Lang die richtige Ansprechpartnerin, um Ihnen mit den passenden Impulsen weiter zu helfen

Brustkrebs

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung der Frau. Dabei gibt es keine sozialen Unterschiede. Die Häufigkeit ist steigend: über 70.000 Erkrankungen in Deutschland pro Jahr, mehr als 800 pro Jahr im Saarland. Die Behandlung hat sich in den letzten Jahrzehnten bedeutend gebessert und soll nur noch von speziell ausgebildeten Ärzten durchgeführt werden. Unser zertifiziertes Brustzentrum ist mit seiner einzigartigen diagnostischen Kompetenz bestens geeignet. Brustkrebs ist eine heilbare Erkrankung, besonders wenn sie im Frühstadium erkannt wird. Von besonderer Bedeutung sind daher die Früherkennung und die Behandlung nach dem neuesten Stand der Wissenschaft.


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© Fotolia

  • Diagnostik mit 3D-Ultraschall (DEGUM II), Elastografie, digitaler Mammografie und Kernspin
  • Minimal-invasive Biopsien in lokaler Betäubung mittels Ultraschall, Mammografie oder Kernspin
  • Onkoplastische Operationen
  • Sentinellymphknotenentfernung (Wächterlymphknotenentfernung)
  • Plastische Rekonstruktion mit plastischen Chirurgen
  • Tumorkonferenz an der Universitätsfrauenklinik des Saarlandes
  • Breast Care Nurse (speziell ausgebildete Pflegeexpertin für Brusterkrankungen), die bei der gesamten Behandlung hilft und Sie durch die verschiedenen Therapien begleitet
  • TÜV-geprüftes Qualitätsmanagement
Weitere Informationen haben wir für Sie in unserem Brustzentrum zusammengefasst.

Eierstockkrebs (Ovarial-Karzinom)

Bei der Operation des Eierstockkrebses hängt die Überlebenswahrscheinlichkeit davon ab, ob der Tumor vollständig entfernt werden kann. Für diese Operationen sind neben der Tumorentfernung in den Eierstöcken und der Gebärmutterentfernung oft Darm-, Zwerchfell- und Milzresektionen erforderlich. Das stellt uns als Operateure sowie unsere Anästhesisten vor höchste Ansprüche. Aus diesem Grund haben wir im Krankenhaus Püttlingen eine spezielle Interventionsgruppe gebildet, die direkt in der Charité in Berlin ausgebildet wurde.


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So führen wir bei betroffenen Patientinnen eine en-bloc-Resektion des Tumors nach den modernsten wissenschaftlichen Erkenntnissen mit entsprechender Ausräumung des Bauchfells (Deperitonealisierung) durch. Ebenso betreuen wir die Patientinnen immer mit dem gleichen Team. Das bündelt Erfahrungswerte, verkürzt Operationszeiten und vermeidet Komplikationen. Durch den direkten Kontakt zum European Comprehensive Cancer Center der Charité in Berlin sowie den kliniken Essen Mitte erzielen wir mit der fast immer notwendigen nachfolgenden Chemotherapie optimale Behandlungsergebnisse. Bei minimal-invasiven Operationstechniken können nur bis zu 80 % der Metastasen dargestellt werden. Deshalb muss bis auf wenige Ausnahmen die Operation mittels Bauchschnitt erfolgen, da nur ein eine Operation, die alle Metastasen entfernt, den nötigen Langzeit-Erfolg bringt.

Gebärmutterhals-, Gebärmutter- und Vulvakrebs

Zusätzlich zu den klassischen und minimal-invasiven Krebsoperationen bieten wir ein inzwischen etabliertes Verfahren, die Totale mesometriale Resektion (TMMR), an. Sie ermöglicht bei Gebärmutterhalskrebs eine OP in embryologischen Kompartimenten - anstatt wie bisher nach den klassischen Grenzen der Anatomie zu operieren. Wir haben vor einigen Jahren die TMMR erfolgreich eingeführt und waren das erste Klinikum im Saarland, das mit diesem erfolgversprechenden Verfahren gearbeitet hat. Diese neue OP-Methode verbessert die Heilungsraten um bis zu 20%.

Zahlreiche Vorteile für die Patientin:
Die Betroffenen erholen sich nach einer OP viel schneller, da der Eingriff sehr viel schonender erfolgt als bei der klassischen Wertheim-Operation: einerseits durch den Erhalt der Nervenbahnen im gesamten Becken, andererseits bleibt auch die Blase einschließlich ihrer Gefäß- und Nervenversorgung verschont. Positiv für unsere Patientinnen ist, dass die 5-Jahres-Überlebensrate bei 96% liegt. Zum Vergleich: bei der klassischen OP mit Bestrahlung liegt sie bei maximal 80%. Geringer ist auch das Risiko eines erneuten Auftretens des Tumors im Beckenbereich: Es liegt gerade mal bei 1,6%, wobei es bei der herkömmlichen Methode zwischen 15 bis 25% sind. Darüber hinaus bleiben unseren Patientinnen eine Bestrahlung sowie deren Nebenwirkungen erspart. Das neue Verfahren weist auch erheblich weniger Komplikationen auf: Die Komplikationsrate liegt bei nur 12%, das sind 13% weniger als bei der klassischen OP. Auch die gefürchteten Blasenentleerungsstörungen konnten durch die nervenschonende Operation auf 0,8% reduziert werden (Wertheim-OP: > 30%)
Ein ähnliches OP-Verfahren in embryologisch vorgegebenen Räumen können wir auch für den Gebärmutterkrebs (PMMR) und den Krebs am äußeren Genitale, dem sog. Vulvakarzinom (Vulvafeldresektion) anbieten. Dabei besteht eine enge Zusammenarbeit mit dem "Erfinder" dieser Methoden, Prof. Dr. rer. nat. Dr. med. Höckel von der Universität Leipzig.
Aber nicht alle Krebserkrankungen benötigen eine Maximaltherapie. So ist es nicht nur beim Vulvakarzinom inzwischen möglich, kosmetische und funktionelle Gesichtspunkte in die Therapie einfließen zu lassen: Es kann inzwischen oft so operiert werden, dass hinterher kaum noch etwas von der OP zu sehen ist.

Viele Gebärmutterhals- und Gebärmutterkrebserkrankungen können heute - einschließlich der Lymphknotenentfernung - laparoskopisch behandelt werden (= minimal-invasiv). Der Vorteil einer minimal-invasiven Vorgehensweise liegt in der etwas schnelleren Erholungszeit direkt nach der Operation, welche aber meistens durch eine längere Operationszeit „erkauft“ wird. Die Operationsrisiken sind gleich, die Langzeitergebnisse allerdings unterschiedlich: Neuere Studien zeigen, dass die Überlebensrate nach minimal-invasiven Operationen geringer ist als nach offenen Bauchoperationen, so dass nach anderen Fachorganisationen jetzt auch die Europäische Gesellschaft für Gynäkologische Onkologie (ESGO) die offene Bauchoperation als „Goldstandard“ ansieht.

Dr. Martin Deeken
Dr. Martin Deeken

Sekretariat:
Sabine Desgranges
Tel.: 06898 / 55-3006
Fax: 06898 / 55-2230
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